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Zeit zurückholen - vom Mut, wieder Mensch zu sein


Gemütlicher Wintermoment am Fenster mit Buch, Tee und leuchtendem Weihnachtsstern – Achtsamkeit & Entschleunigung in der Adventszeit.

Ein Dezember-Impuls, inspiriert von Michael Endes „Momo“


Wenn das Jahr zu schnell wird


Die Tage werden kürzer, und die To-do-Listen länger. Der Dezember fühlt sich an wie ein letztes Rennen, bevor das neue Jahr anklopft.

Zwischen Terminen, Geschenken, Jahresabschlüssen und großen Plänen bleibt kaum ein Atemzug. Getrieben. Müde. Abgelenkt. Vielleicht kennst du dieses Gefühl auch.

Als würde jemand ständig auf die Uhr zeigen und flüstern: „Schneller. Spar Zeit. Mach mehr.“


Michael Ende hat dafür eine wunderbare Metapher geschaffen. In seiner Geschichte Momo treten die Grauen Herren auf, graue Anzüge, graue Gesichter, und sie überreden die Menschen, Zeit zu sparen. Sie eröffnen Sparkonten für Stunden und rauben dabei das Einzige, was wirklich zählt: das Leben selbst.


Momo – das Mädchen, das zuhört


In dieser Geschichte ist es ein unscheinbares Mädchen, das sich ihnen mutig entgegenstellt: Momo. Ihre Gabe ist schlicht und gleichzeitig revolutionär. Sie hört zu.  Mit echter Aufmerksamkeit. Sie ist da. Ganz da.

Und durch dieses aufrichtige Dasein verändert sie die Menschen um sich herum.

Menschen kommen zu ihr, und plötzlich erinnern sie sich:


Wie es sich anfühlt, wirklich gesehen zu werden. Wie es sich anfühlt, wieder zu atmen. Wie es sich anfühlt, zu leben.


Momo erinnert uns: Wir sind keine Maschinen. Wir brauchen Verbindung, Langsamkeit, Kreativität und echte Begegnung.


Zeit kann man nicht sparen, nur gestalten


Wir wissen es eigentlich längst: Zeit lässt sich nicht auf ein Konto legen. Je mehr wir versuchen, sie zu managen, desto weniger bleibt übrig. Sie rinnt uns durch die Finger wie Sand. Doch die gute Nachricht ist, wir können jederzeit umkehren.

Wir können langsamer werden, wieder zuhören – uns selbst und den anderen, wieder schöpferisch denken, handeln und wirklich leben. Das ist keine Schwäche. Das ist Mut. Innerer Mut in einer Welt, die nur „schneller“ sagt.


Einladung zu einem anderen Dezember


Was wäre, wenn dieser Dezember anders wäre? Nicht als Endspurt, sondern als Raum. Nicht als Pflichtprogramm, sondern als Einladung:


  • Eine Stunde nur für dich

  • Ein Gespräch, bei dem niemand auf die Uhr schaut

  • Ein Moment des Innehaltens – vielleicht am Fenster mit einer Tasse Tee

  • Ein kleiner Akt der Kreativität – ein Gedicht, ein Bild, ein Tanz in der Küche


Vielleicht beginnt es genau jetzt – mit einem bewussten Atemzug. Ein. Aus.


Deine Dezember-Impulse


Nimm dir einen Moment. Lass die Worte wirken.

Und frag dich leise:

✨ Was raubt dir gerade deine Zeit, ohne es zu verdienen?✨ Wann hast du zuletzt jemandem wirklich zugehört – mit dem ganzen Herzen?✨ Wo in deinem Leben darf deine Kreativität wieder aufblühen?✨

Der Dezember muss kein Ende sein. Er kann der Anfang von etwas Neuem werden. Etwas Echtem. Etwas Menschlichem. Etwas Bewusstem. Du hast die Macht, die Zeit zurückzuholen, nicht indem du sie sparst, sondern indem du lebst. Beginne jetzt. Mit einem Atemzug. Mit einem „Nein“ zur Hetze. Und mit einem „Ja“ zu dir.


Mantra für deinen Dezember:


Ich vertraue dem Rhythmus des Lebens. Alles geschieht zur rechten Zeit,.

 
 
 

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