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Die unendliche Geschichte – Träumen als Entscheidung

Aktualisiert: 28. Feb.


Neulich hörte ich das Lied "Never Ending Story" von Limahl im Radio und ich hatte sofort wieder den Film "Die unendliche Geschichte" im Kopf. Einer meiner Lieblingsfilme als Kind. Ich kann mich an eine Szene sehr gut erinnern, da ich als Kind große Angst davor hatte. Nicht vor der Geschichte, sondern vor dem Gefühl. Etwas Dunkles, etwas Bedrohliches, etwas das näherkommt. Damals konnte ich das nicht einordnen, heute kann ich es.


Wie Macht leise entsteht


Heute ist es nicht mehr der Film. Es ist das, was er beschreibt. Gmork sagt zu Atreju, dass die Menschen ihre Fantasie verlieren, dass sie aufhören zu träumen. Dass sie dadurch lenkbar werden. Er beschreibt im Film sehr klar, wie Macht entsteht:

"Wer die Welt unter Kontrolle hält, hat die Macht."

– Gmork zu Atreju, Die unendliche Geschichte (1984)

Das ist kein Märchen, das ist Alltag. Angst ist ständig präsent. In den Nachrichten, in Gesprächen und in Prognosen. Dazu kommt der Mangel, nicht genug Zeit, nicht genug Geld, nicht genug Sicherheit. Diese Mischung wirkt leise und sie lähmt. Sie hält die Menschen klein.


Wie wir uns selbst verlieren


Die meisten Menschen geben sich nicht auf. Sie verschieben sich, sie passen sich an und sie warten ab. Sie sagen weniger, als sie denken. Nicht aus Schwäche, sondern aus Gewohnheit. Mit jedem Zurückhalten wird es normaler. Mit jedem Stillstein wird die eigene Stimme leiser. Irgendwann fehlt die innere Richtung. Nicht, weil nichts da wäre, sondern weil niemand mehr hinhört.


Träumen heißt nicht, unrealistisch zu sein. Träumen heißt, eine innere Vorstellung vom eigenen Leben zu haben. Ohne diese Bilder gibt es keine Richtung und ohne Richtung keine Entscheidungen. Ohne Entscheidungen bleibt alles gleich. Wer nicht mehr träumt, reagiert nur noch. Auf Anforderungen, auf Erwartungen, auf Angst.


Fokus auf Wahrnehmung - Übung für den Alltag


Wenn wir uns selbst wieder hören wollen, müssen wir anfangen wahrzunehmen. Schreibe im Monat März jeden Abend drei Dinge auf, die du an diesem Tag an dir wahrgenommen hast. Keine Bewertung, keine Analysieren, nur Wahrnehmen. Das können Gedanken sein, körperliche Empfindungen oder Begegnungen. Momente, in denen du dich lebendig oder eng gefühlt hast. Diese Übung schärft deine Wahrnehmung. Sie bringt dich in Kontakt mit dir, ohne Druck und ohne Ziel.


Worum es hier geht


Es geht nicht um Mut als Leistung, es geht um Wahrhaftigkeit. Nicht später, nicht irgendwann, sondern jetzt. Das ist kein Versprechen, das ist eine Entscheidung.


Reflexionsfrage:

Wo passe ich mich an, obwohl ich es besser weiß?


Mantra:

Ich lebe, was in mir ist

 
 
 

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