top of page

Was passiert, wenn ich ständig sage: „Alles gut“?




In letzter Zeit ist mir ein Satz immer wieder begegnet: „Alles gut.“

Vielleicht fällt er mir gerade stärker auf oder ich höre inzwischen genauer hin. Je öfter ich ihn gehört habe, desto mehr habe ich mich gefragt, was in diesen zwei Worten alles steckt.


Manchmal ist wirklich alles gut. Und manchmal sagen wir es schnell, weil es einfacher ist oder weil wir selbst noch gar nicht richtig hingeschaut haben.

Spannend wird es dort, wo aus diesem schnellen „alles gut“ langsam eine Gewohnheit wird. Wenn ich immer öfter sage, dass alles passt, obwohl ich lieber noch geblieben wäre, etwas anderes gewollt hätte oder innerlich längst merke, dass noch mehr da ist.

Nicht laut oder dramatisch, sondern eher leise und fast unbemerkt.

Genau deshalb übersehen wir diese Momente so leicht.


Übung für den Monat

Achte in den nächsten Tagen bewusst auf kleine Alltagssituationen.

In welches Restaurant möchtest du wirklich gehen? Möchtest du noch spazieren gehen oder lieber nach Hause? Worauf hast du gerade Lust?

Bevor du automatisch sagst: „Alles gut“, halte einen kurzen Moment inne und frag dich:

Was möchte ich gerade wirklich?

Du musst es nicht sofort aussprechen. Es reicht, wenn du es zuerst selbst wahrnimmst.


Fragen zum Nachspüren

Wo sage ich schnell „alles gut“, obwohl innerlich noch etwas da ist?

Wo passe ich mich an, obwohl ich etwas anderes möchte?

Wo halte ich Harmonie aufrecht und verliere mich dabei ein Stück selbst?


Mantra für den Monat:

Ich darf ehrlich sein, auch in kleinen Dingen.

 
 
 

Kommentare


bottom of page